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Freilichtmuseum Keltischer Fürstensitz Heuneburg

Die Blütezeit der Heuneburg liegt in der frühkeltischen Eisenzeit (ausgehendes 7.- 5. Jahrhundert vor Christus). Die Grabungen haben ein regionales Machtzentrum erschlossen, einen Fürstensitz mit stadtähnlichen Bebauungsstrukturen, dessen wirtschaftlicher Hintergrund unter anderem im Bohnerzabbau und der Eisenverarbeitung zu sehen ist und von dem aus die alte, durch das Donautal ziehende Handelsstrasse kontrolliert werden konnte.

Die nördlich der Alpen einzigartige Wehrmauer aus luftgetrockneten Lehmziegeln, Weinamphoren aus dem Mittelmeerraum und Fragmente griechischer Tongefässe sind eindrucksvolle Zeugnisse für die vielfältigen Kontakte der Burgherren mit den Hochkulturen des Mittelmeerraumes im 6. und 5.Jahrhundert v.Chr.


Es spricht vieles dafür, dass die von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot im 5. Jahrhundert vor Christus erwähnte Stadt Pyrene, die in der Nähe des Donauursprungs gelegen sein soll, mit der Heuneburg identisch ist.

Um das Wissen über diese Siedlung weiterzugeben und das Leben der Kelten vor über 2500 Jahren begreifbar zu machen, errichtete die Gemeinde Herbertingen in den Jahren 1998 bis 2001 das "Freilichtmuseum Keltischer Fürstensitz Heuneburg".